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Nds-AAI: Authentifizierungs- und Autorisierungs-Infrastruktur für Niedersachsen

 

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Immer mehr Studien- und IT-Angebote für Wissenschaftler und Studierende werden hochschulübergreifend organisiert. Seit mehr als zwei Jahren arbeiten die Hochschulen in Niedersachsen mit Hochdruck am Aufbau einer landesweiten Authentifizierungs- und Autorisierungs-Infrastruktur. Die Nds-AAI soll landesweit einen vereinfachten Zugang für E-Learning-Angebote, Bibliotheken und universitäre Dienstleistungen schaffen. Nach zweijähriger Förderphase läuft die Nds-AAI seit März 2009 im Wirkbetrieb.

Im Rahmen des Projekts Nds-AAI wurde die Infrastruktur für eine Shibboleth-Föderation aufgebaut und eine erste Nutzungsmöglichkeit im Bereich E-Learning über das Lern-Management-System Stud. IP implementiert. Diese Infrastruktur ist an die produktiven Benutzerverwaltungen der jeweiligen Hochschulen angeschlossen, sodass sich jedes Hochschulmitglied mittels seines persönlichen Hochschul-Accounts authentifizieren kann. Einige produktive Stud.IP Systeme sind ebenfalls angeschlossen. Bei den meisten teilnehmenden Hochschulen ist jedoch bisher eine Stud.IP-Test-Implementierung angeschlossen, da noch entschieden werden muss, welche Lehrangebote über die Föderation zur Verfügung gestellt werden sollen, was eine zeitintensive Abstimmung mit den einzelnen Dozenten erfordert. Während die Nds-AAI das Ziel verfolgt, hochschulübergreifende Authentifizierung zu realisieren, wurde im Verlauf des Projektes schnell deutlich, dass die Infrastruktur der Nds-AAI auch hochschulintern für die einrichtungsübergreifende Authentifizierung genutzt werden kann, was heute z. T. auch produktiv erfolgt. Das Projekt, dessen Förderungsphase abgeschlossen ist, kann als erfolgreich angesehen werden, da 16 Hochschulen konzertiert Shibboleth einführen konnten und dabei mit wesentlich weniger Ressourcen auskamen, als sie notwendig geworden wären, wenn jede Hochschule einzeln an diese Aufgabe herangegangen wäre. Durch mehrere Schulungen und Workshops konnte ein Know-How- Transfer an die einzelnen Hochschulen erreicht werden, durch den der Betrieb langfristig auch ohne externe Hilfe ermöglicht wird. Jede teilnehmende Hochschule hat zudem einen überblick über ihren Stand bezüglich der Voraussetzungen zum Beitritt an die DFN-AAI und kann ihre Benutzerverwaltung entsprechend weiterentwickeln. Die Beauftragung eines externen Beraters hat eine objektive und unabhängige Analyse des Ist-Zustands ermöglicht und durch die Nutzung des vorhandenen Know-Hows und der Synergie-Effekte zu beträchtlichen Einsparungen geführt. Mit der zentralen Finanzierung durch das Landesministerium konnte darüber hinaus die technische Basis für alle Hochschulen zeitgleich geschaffen werden. In den kommenden Monaten wird die Nds-AAI weiter entwickelt. Es sind z. B. Maßnahmen zur Ausfallsicherheit umzusetzen sowie weitere Lern-Management- Systeme (Moodle, Ilias) und Web 2.0 Anwendungen (Wiki, Blog) zu integrieren. Insbesondere wird jedoch die Migration zu Shibboleth 2.0 eine Hauptaufgabe sein.

Auszüge aus: Peter Gietz und Peter Franke: "AAI in Niedersachsen". DFN-Mitteilungen 76. S. 28-34.

Weitere Informationen
Ungekürzter Artikel in den DFN-Mitteilungen 76 (pdf)
Niedersachsen-AAI Projektseite bei der ELAN e.v.
Mehr informationen zu Shibboleth
Zugang zum Pilotservice Nds-AAI